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Ausflugstipps Maggiatal – Vallemaggia

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Das Maggiatal ist eine ganz besondere Region. Hier ist absolute Entschleunigung, genießen der Natur und Entspannen angesagt. Das Maggiatal geht vom Lago Maggiore durch die Alpen. Es ist aus meiner Sicht ein Tal, dass vom Tourismus noch nicht zu sehr überlaufen ist. Wir kommen jedes Jahr dorthin und erkunden das Tal immer wieder aufs neue. Für uns ist der perfekte Ausgangspunkt der Campingplatz im Maggiatal – TCS Camping Gordevio. Unsere schönsten Ausflugstipps gebe ich gerne an euch weiter.


Besuch Rasa

Rasa befindet sich im Centovalli. Von Verdasio fährt die Seilbahn nach Rasa. Nach Verdasio kommt man übrigens hervorragend mit der Centovallibahn, die durch die traumhafte Landschaft fährt. Direkt am Bahnhof geht dann auch die Seilbahn ins Dorf hinauf. Das besondere an dieser Seilbahn nach Rasa ist, dass sie eigentlich die Einheimischen in das autofreie Dorf bringt. In der Zwischenzeit kommen natürlich auch viele Besucher dorthin, die dann auch die Gondel nutzen.

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Die Gondel fährt alle 20 Minuten von 09.00 – 18.00 Uhr (mittags zwischen 13.00 – 14.20 Uhr ist Pause), die Hin- und Rückfahrt kostet 12 CHF. Die Gondel ist auch für Kinder ein Highlight – es ist eine Mini-Gondel die nur Platz für 8 Gäste bietet und es gibt nur 2 Gondeln – eine fährt den Berg immer hoch, die andere runter. Rasa ist das letzte autofreie Dorf im Tessin und von dort bietet es sich an eine Wanderung zu unternehmen. Ich empfehle daher nur ein Ticket für die Hinfahrt zu nehmen und dann ins Tal wieder zu laufen. In Rasa selbst gibt es nicht viel. Ein kleines Bistro ist vorhanden – aber das ist eher weniger ansprechend. Weitere Informationen gibt es hier: Seilbahn Verdasio – Rasa.


Wanderung Rasa – Bordei – Palagnedra – Verdasio

Wir haben diese Wanderung mit unserem 4-Jährigen Sohn gemacht und sie war gut machbar. Zeitbedarf: mindestens 4 Stunden (abängig natürlich von der eigen Geschwindigkeit). Die Länge der Wanderung sind ca. 8,5 km.

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Los ging es in Rasa – siehe oben. Dort muss man den Wanderweg nach Bordei nehmen, der im Ortszentrum angeschrieben ist. Das schöne an der Wanderung ist, dass sie durch dichte Wälder führt und somit auch an heißeren Tagen gut machbar ist. Außerdem war es notwendig öfters kleine Bäche zu überqueren. Das lag aber vielleicht auch daran, dass es in den letzten Tagen mehrmals geregnet hat. Die Wanderung führt außerdem durch einige der typsichsten Dörfer des Centovalli.

Zuerst erreicht man das Dörflein Bordei, das ein wirklich ganz typisches Tessiner-Dorf ist. Die Steinhäuser sind sehr gepflegt und das Dorf hat absolut seinen Reiz. Empfehlenswert ist einen Stopp in der Osteria Bordei einzulegen. Hier isst oder trinkt man etwas in einer ganz wunderbaren Atmosphäre. Bei schönem Wetter sitzt man am Steintisch, über einem rankt der Wein und der Blick zeigt in die Bergwelt. Die Qualität des Essens ist sehr gut und die Preise ganz normal für Schweizer Verhältnisse. Die Oase im Centovalli – so beschreibt sich das Restaurant und das ist es wirklich auch.

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Weiter geht es dann nach Palagnedra. Wer es schneller haben möchte, der kann die Straße laufen. Der Weg ist gut machbar, da selten Autos fahren. Wir haben diesen Weg genommen, da der offizielle Wanderweg mit mehreren teils steilen Steigungen beschrieben war. Außerdem sind auch hier mehrere Bäche zu überqueren. In Palagnedra angekommen lohnt es sich die Kirche San Michele zu besichtigen. Hier befinden wich wertvolle Fresken von Antonio da Tradate. Ansonsten gibt es in Palagnedra nicht so viel.

Jetzt folgt schon der letzte Teil der Wanderung. In ca. 1 Stunde erreicht man jetzt über eine Asphaltstraße die Haltestelle Palagnedra der Centovalli-Bahn. Hier geht es noch über den Stausee und die Staumauer, wo sich ein Blick hin lohnt. Von Palagnedra fährt ca. Stündlich die Centovalli-Bahn. Die Wanderung ist wirklich empfehlenswert und wir haben einen richtig tollen Tag im Maggiatal verbracht. Mit Besuch von Rasa, Einkehren in der Osteria Bordei und Wandern kann es als Ganztagesausflug betrachtet werden.


Baden in der Maggia

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Ein Must-Do ist das Baden in der Maggia. Hier ist es möglich, unter Wasserfällen zu Baden, das Wasser ist türkisblau und Kinder haben große Freude daran Steine zu stapeln oder in den kleinen Becken zu baden. Besonder schöne Badestellen findet man übrigens auf Wanderungen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich immer die Badesachen dabei zu haben.


Klettern in Ponte Brolla

In Ponte Brolla im Maggiatal lässt es sich super toll klettern. Hier warten über 100 Routen mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Es gibt ganz einfach Anfängerrouten, aber auch vielen Routen für absolut Geübte. Der Fels liegt zum größten Teil in der Sonne – auf ausreichend Sonnenschutz ist somit zu achten. Da Ponte Brolla in der Zwischenzeit sehr bekannt ist, kann es an den Wochenenden oder zu Ferienzeit zu einer Überfüllung kommen. Wir waren unter der Woche und hatten absolut genügend Platz zum Klettern.

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Ponte Brolla eignet sich hervorragend auch für Klettern mit Kindern. Unser 4-Jähriger Sohn hat hier richtig Spaß. Der Aufstieg zum Kletterberg ist auch einfach zu bewältigen aber etwas tricky zu finden. Ihr findet den Kletterberg wie folgt: Von der Bushaltestelle über die Bahngleise und recht halten. Dann geht rechts eine Steinplatte über einen Kanal, dort drüber und dann den Feldweg entlang. Und schon seid ihr da.

Weitere Informationen zum Maggiatal gibt es auf der offiziellen Tourismusseite der Schweiz.