Schnuller abgewöhnen: So gelingt die liebevolle Schnullerentwöhnung Schritt für Schritt

Der Schnuller ist für viele Kinder ein treuer Begleiter – er spendet Trost, hilft beim Einschlafen und vermittelt Geborgenheit. Doch irgendwann ist der Moment gekommen, an dem das Kind den Schnuller nicht mehr braucht. Viele Eltern fragen sich dann: Wann ist der richtige Zeitpunkt und wie kann die Schnullerentwöhnung ohne Tränen gelingen?
In diesem Beitrag auf unserem Familienmagazin erfährst du, warum die Schnullerentwöhnung wichtig ist, wann der richtige Moment gekommen ist und wie du dein Kind liebevoll und erfolgreich dabei begleiten kannst.
Warum die Schnullerentwöhnung wichtig ist
Ein Schnuller hat in den ersten Lebensjahren viele Vorteile – er beruhigt, fördert das Einschlafen und kann sogar das Risiko des plötzlichen Kindstods senken. Doch auf Dauer kann das Dauernuckeln auch Nachteile haben:
- Zahnfehlstellungen und Kieferverformungen
- Sprachentwicklungsverzögerungen durch eingeschränkte Mundmotorik
- Häufigere Mittelohrentzündungen
- Schwierigeres Abgewöhnen, je älter das Kind wird
Deshalb empfehlen Kinderärzte und Zahnärzte meist, den Schnuller spätestens bis zum dritten Geburtstag ganz abzulegen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Der ideale Zeitpunkt ist individuell verschieden, hängt aber oft mit der Entwicklung des Kindes zusammen. Viele Kinder sind zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag bereit, auf den Schnuller zu verzichten. In diesem Alter beginnen sie, Geschichten besser zu verstehen und können sich mit der Idee „Schnullerfee“ oder „Schnuller abgeben“ identifizieren.
Achte auf folgende Anzeichen, dass dein Kind bereit sein könnte:
- Der Schnuller wird nur noch selten gebraucht (zum Beispiel beim Einschlafen).
- Dein Kind interessiert sich für Geschichten über andere Kinder, die den Schnuller abgegeben haben.
- Es fragt selbst nach, ob es den Schnuller noch braucht.
Vorbereitung auf die Schnullerentwöhnung
Die Vorbereitung ist entscheidend, damit dein Kind sich sicher fühlt. Hilfreich sind:
- Bücher zum Thema Schnuller: Lies gemeinsam regelmäßig Geschichten über Kinder, die ihren Schnuller an die Schnullerfee oder an ein Baby verschenken. Kinder verstehen dadurch spielerisch, was passiert. Vielen Kindern gefällt ganz besonders gut die Idee, dass sie durch die Abgabe des Schnullers ein Geschenk bekommen. Das sind unsere besten Buchtipps zum Schnuller abgewöhnen:
– Hallo, kleine Schnullerfee!
– Der Baby Waschbär braucht keinen Schnuller mehr
– Die kleine Schnullerfee - Rituale und Gespräche: Sprich mit deinem Kind über den Schnuller, aber ohne Druck. Frage immer wieder behutsam: „Meinst du, du brauchst den Schnuller heute noch?“
So entsteht Mitbestimmung und Vertrauen.
So gelingt die Schnullerentwöhnung Schritt für Schritt
1. Die Schnullerzeit reduzieren
Begrenze den Schnuller zunächst auf bestimmte Situationen, zum Beispiel nur zum Einschlafen. Außerhalb der Schlafenszeiten kann das Kind andere Strategien zum Beruhigen finden.
2. Langsame Reduktion
Wenn dein Kind mehrere Schnuller hat, beginne damit, die Anzahl zu verringern. Zum Beispiel statt drei Schnuller im Bett gibt es nur noch einen. So können auch schon Rituale beseitigt werden, falls dein Kind z. B. stets andere Schnuller in der Hand hält.
3. Den großen Tag vorbereiten
Plane gemeinsam mit deinem Kind den Tag, an dem der Schnuller abgegeben wird – zum Beispiel für die Schnullerfee. Lege die Schnuller gemeinsam bereit und erkläre, dass sie nun an die Fee übergeben werden.
4. Kein Zurück mehr
Sobald der Schnuller abgegeben ist, sollte er nicht mehr auftauchen. Achte darauf, dass wirklich alle Schnuller weg sind (Bett, Handtasche, Kinderwagen, Kita…). Viele Kinder werden sonst rückfällig, wenn sie den Schnuller wieder sehen. Unser Praxistipp: Wenn dein Kind die Schnuller für die Schnullerfee bereit gelegt hat, dann am besten unbemerkt sofort verstecken. Viele Kinder tendieren dazu, doch nochmals nach den Schnullern zu schauen um dann ggf. wieder nach ihnen zu greifen.
5. Einschlafen ohne Schnuller
Unterstütze dein Kind in den ersten Nächten mit Nähe, Geschichten, einem Kuscheltier oder einer Kuscheldecke. So entsteht ein neues Einschlafritual. Meist braucht es mit der Schnullerentwöhnung ein ganz neues Einschlafrituation – und das kann zu Beginn richtig viel Zeit und Energie der Eltern kosten.
6. Belohnung durch die Schnullerfee
Am nächsten Morgen darf das Kind entdecken, was die Schnullerfee gebracht hat – ein kleines Geschenk als Anerkennung für den großen Schritt. Wähle etwas, dass dein Kind definitiv freuen wird. Unser Kind hat von der Schnullerfee einen Arztkoffer bekommen.
7. Durchhalten
Einige Kinder schaffen den Verzicht in wenigen Tagen, andere brauchen mehrere Wochen. Wichtig ist Geduld und Konsequenz. Sprich das Thema Schnuller nicht ständig an, sondern nur, wenn dein Kind es selbst aufbringt.
Zusätzliche Praxistipps für Eltern
- Führe keine Entwöhnung in stressigen Phasen durch (zum Beispiel Umzug, Kita-Start, Geburt eines Geschwisterchens).
- Lob statt Druck – jedes kleine Erfolgserlebnis verdient Anerkennung.
- Wenn Rückschritte passieren, bleib ruhig und liebevoll. Es ist ein Lernprozess.
- Vermeide Vergleiche mit anderen Kindern – jedes Kind hat sein eigenes Tempo.
- Nach dem Abgeben sollten alle Schnuller aus dem Haus verschwinden, damit die Versuchung nicht mehr da ist.
- Hab viel Geduld. Eine Schnullerentwöhnung kann sich in viele Bereiche auswirken, meist auf Schlaf und die Stimmung des Kindes.
Schnuller abgeben als Entwicklungsschritt
Die Schnullerentwöhnung ist ein wichtiger Entwicklungsschritt – und sie gelingt am besten, wenn Eltern geduldig, liebevoll und konsequent bleiben. Mit der richtigen Vorbereitung, guten Büchern zur Schnullerfee und kleinen Ritualen kann der Abschied vom Schnuller zu einem positiven Erlebnis werden. Und irgendwann wird dein Kind stolz sagen können: „Ich brauche keinen Schnuller mehr.“









Super süße Idee!
Das klingt wirklich so schön, da bekommt man richtig Fernweh! Liebe Grüße Marina
Liebe Lisa, der Gutschein ist noch gültig. Du musst dir einfach die entsprechenden Steine in den Warenkorb legen, dann wird…
Danke für den Beitrag, ich wollte eben das Starterset bestellen, aber konnte den Gutschein leider nicht anwenden. Ist wohl nicht…
Liebe Marina, viel Freude beim Basteln wünsche ich Dir! Liebe Grüße, Renate