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Einkaufsratgeber Kindertragen – Kindertragen im Test

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Die Anbieter für Kindertragen sind überschaubar und doch gibt es so einige Unterschiede, die meist erst beim Verwenden einer Kindertrage auffallen. Die meisten Anbieter haben unterschiedliche Preisklassen für die Kindertragen im Angebot und oft ist es schwierig, den Unterschied zu erkennen. Auch uns viel der Einkauf der ersten Kindertrage nicht ganz leicht, da wir in diesem Bereich keinerlei Erfahrung hatten. Wir haben nun über ein Jahr eine Kindertrage im Einsatz und in dieser Zeit konnten wir uns mit den Vor- und Nachteilen vertraut machen. Worauf muss ich beim Kauf einer Kindertrage achten? Wo liegen die Unterschiede? Und noch viel mehr Fragen möchte ich im Einkaufsratgeber Kindertragen klären. 

 

Kindertrage sinnvoll oder nicht?

Zuerst möchte ich mich dem Thema widmen, ob eine Kindertrage überhaupt sinnvoll ist. Pauschal lässt sich diese Frage auf alle Fälle nicht beantworten, denn es ist von jedem selbst abhängig. Grundsätzlich ist die Kraxe nicht für den alltäglichen Gebrauch geeignet. Vielmehr eignet sie sich für Ausflüge und Aktivitäten in der Natur und hier ist sie das perfekte Transportmittel. Die Kindertrage kommt genau dann zum Einsatz, wenn das Kind Strecken nicht von selbst zurücklegen kann und ein Befahren mit dem Kinderwagen nicht möglich ist. Genau dann wird meist über den Kauf einer Trage nachgedacht.

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Besonders praktisch ist auch das Hop-on/Hop-off-Prinzip. Wenn das Kind nicht mehr laufen kann, dann kann es ganz einfach in der Kindertrage Platz nehmen. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass bei uns die Kraxe bei Wanderungen in den Bergen zum Einsatz kam. Außerdem haben wir die Kraxe auch gerne bei Ausflügen in der Natur genutzt, insbesondere bei Waldspaziergängen. Die meisten Kinder genießen den Ausblick vom Rücken und so lassen sich auch spannende Pfade und Touren zurücklegen. 

 

Ab wann darf das Kind in eine Kraxe?

Da alle Kinder in ihrer Entwicklung unterschiedlich sind lässt sich dies nicht an einem Alter festmachen. Ein Kind kann in eine Kraxe, wenn es frei sitzen kann und eine gute Kopfkontrolle hat. Das ist ungefähr ab dem 8. Lebensmonat. Mit diesem Alter möchten jedoch noch nicht alle Kinder in einer Kindertrage Platz nehmen, da sie sich hier nicht wohl fühlen. Wer sein Kind sehr früh in einer Kraxe tragen möchte, dem empfehle ich dies auf alle Fälle vor der ersten Tour zu testen. Ärzte empfehlen auch, dass das Kind mindestens so lange aus eigener Kraft sitzen können muss, solange wie die Gehzeit bei der Tour erwartet wird. Wir haben die Kraxe bei unserem Kind ab 1,5 Jahren verwendet und das war für uns absolut der richtige Zeitpunkt. 

 

Worauf ist beim Kauf einer Kindertrage zu achten?

Jede Kindertrage ist unterschiedlich doch es gibt ein paar Eigenschaften, die eine Kindertrage auf alle Fälle haben sollte. Wir haben unsere Kindertrage nun schon lange im Einsatz und konnten uns in der Zwischenzeit von den Vor- und Nachteilen überzeugen. Genau deshalb möchte ich euch jetzt die Unterschiede bei den Kindertragen erläutern und euch Tipps geben, worauf beim Kauf einer Kraxe zu achten ist. 

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  • Rückenlänge: Die Rückenlänge sollte sich auf mehrere Personen anpassen lassen. Da die Träger meist unterschiedliche Größen haben ist dies notwendig. Eine einfache Einstellung der Rückenlänge und das auch noch über eine weitere Spanne ist von Vorteil. 
  • Verstellbarer Kindersitz: Der Sitz für das Kind in der Trage sollte stufenlos verstellbar sein, damit das Kind bequem sitzen und eventuell auch schlafen kann. Ein gepolsterter Gurt (am besten Vierpunktgurt) sollte vor dem unerwünschten Aussteigen sichern. Ebenso sollte der Sitz im Allgemeinen gut gepolstert und bequem sein. Auch sollte er die richtige Sitzbreite haben und nicht zu schmal sein. Nur wenn das Kind bequem sitzt, wird es dort auch längere Zeit sitzen. 
  • Zubehör: Für die Trage sollte auch der Kauf von Zubehör möglich sein. Bei manchen Kraxen ist schon zahlreiches Zubehör inkludiert. Das Zubehör ist natürlich vom Einsatz abhängig. Ein Sonnendach ist eigentlich immer empfehlenswert. Dieses schützt insbesondere im Sommer vor der Sonneneinstrahlung. Ebenso hat das Dach auch die Funktion, dass es von oben schützt – und das egal bei welcher Wetterlage. Wer auch bei schlechtem Wetter unterwegs ist, für den bietet sich ein Regendach an. Damit ist das Kind perfekt im oberen Sitzbereich geschützt. Wenn dann dem Kind noch eine Regenhose und Regenschuhe angezogen werden, dann wird es sicher nicht nass. Sinnvoll können eventuell auch weitere Kissen sein um die Bequemlichkeit der Trage zu verstärken. Auch ein Rückenspiegel kann hilfreich sein um das Kind in der Trage zu sehen. Dies bietet sich inbesondere an wenn man alleine mit der Kraxe unterwegs ist. 

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  • Rucksack/Stauraum: Wer mit einem Kind unterwegs ist der weis, dass eigentlich immer etwas mitgenommen wird. Aus diesem Grund ist es notwendig auch in der Trage entsprechend Stauraum zu haben. Praktisch kann auch sein, wenn der Stauraum als Rucksack konzipiert ist und sich dieser abnehmen lässt. Zu beachten ist auf alle Fälle, dass die Zuladung meist geringer wird umso schwerer das Kind ist. 
  • Aufstellbügel: Das ist ein absolutes MUSS bei der Kindertrage. Dadurch wird das Ein- und Aussteigen erleichtert. Ebenso kann das Kind auch einmal abgestellt werden ohne es direkt aus der Trage zu nehmen. Achtung: Die Aufstellbügel sind zwar meist sehr stabil, trotzdem bieten sie sich nicht an das Kind unbeaufsichtigt in der Trage zu lassen. 

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  • Fußschlaufen: Diese sind absolut von Vorteil. Unser Sohn wusste oft nicht, wo er seine Füße „parken“ soll und das längere runterhängen der Füße ist für die Durchblutung auch nicht gut. Mit den Fußschlaufen sind die Füße gut verstaut. Bemängelt wird bei den Fußschlaufen oft, dass das Kind dann aufstehen kann. Aus meiner Sicht ist das kein Nachteil, denn das Kind ist in der Kraxe ja angeschnallt. 
  • Eigengewicht und Maximalgewicht der Trage: Es empfiehlt sich auch das Eigengewicht der Trage zu vergleichen. Wenn die Kraxe von Haus aus sehr schwer ist, dann kann es mit Kind darin richtig anstrengend werden. Ebenso sollte auf das Maximalgewicht geachtet werden. Die maximale Zuladung liegt meist bei 20 kg. 

Eine gute Kindertrage kostet auf alle Fälle Geld. Wer die Trage regelmäßig nutzen wird, der sollte auf alle Fälle nicht im Preis sparen. Dies wird sich nämlich später im Einsatz zeigen und zu Ärger führen. Die Kindertragen lassen sich übrigens auch wieder sehr gut weiterverkaufen und zum Teil werden diese noch mit einem hohen Wiederverkaufswert gehandelt. 

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Tipps zum Einsatz einer Kindertrage

Wie gesagt, haben wir unsere Kindertrage nun schon länger im Einsatz. Hier noch ein paar Tipps aus dem Praxistest der Kindertragen:

  • Immer wieder Pausen einlegen. Das fördert die Durchblutung und das eigene Kind wird auch länger Freude haben in der Trage Platz zu nehmen. 
  • Es ist auf die richtige Kleidung zu achten. Da sich das Kind in der Kraxe nicht bewegt ist es wärmer anzuziehen als man selbst angezogen ist. 
  • Zusätzliche Stabilisierung für den Kopf einpacken. Unser Sohn hat gerne in der Trage geschlafen und bei Wanderungen war der Kopf oft unstabil. Aus diesem Grund haben wir immer ein Tuch eingepackt um den Kopf zu stabilisieren, sobald unser Sohn eingeschlafen ist. 
  • Die meisten Tragen haben zum Großteil die gleichen Eigenschaften. Die Unterschiede lassen sich oft erst beim Einsatz bemerken. Daher empfehle ich beim Kauf auf alle Fälle unterschiedliche Tragen zu testen. Oft merkt man erst auf dem Rücken, ob diese für einen selbst bequem ist. Am besten auch mit Kind in der Trage testen. 

 

Bergans Kids Trekking im Test

Bergans zählt zu einer der bekannten Marken im Bereich Kindertragen. Es handelt sich dabei um eine äußerst hochwertige Kindertrage, die alle wichtigen Eigenschaften besitzt und darüberhinaus noch viele weitere Extras hat.

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Die Trage ist durch ihre Polsterung äußerst bequem auf dem Rücken. Das Mesh an der Rückenpartie sorgt dafür, dass nicht so schnell geschwitzt wird.

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Den Sitzbereich hat Bergans äußerst bequem für das Kind gestaltet. Die Trage hat separate Seiten- und Kopfstützen. Dadurch kann das Kind auch perfekt in der Trage schlafen. Diese Kissen können auch, wenn sie nicht benötigt werden, weggeklappt werden. Das Kopf- und das vordere Kinnkissen sind auch abnehmbar. Ebenso hervorzuheben ist noch, dass die Trage von Bergans im Sitzbereich relativ hoch ist und somit einen guten Kopfschutz nach hinten bietet. Dadurch ist das Kind beim Sitzen in der Trage zusätzlich von hinten geschützt und sollte man beim Laufen doch einmal ausrutschen, so kann nicht so viel passieren. 

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Besonders praktisch sind auch die Fußschlaufen. Für den Schutz gegen jedes Wetter sind Sonnen- und Regenschutz inkludiert. Genügend Stauraum bietet die Tasche auf der Rückseite, die auch als Tagesrucksack verwendet werden kann. Ebenso ist eine separate Flaschentasche vorhanden.

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Damit beim Transport nicht so viel Platz benötigt wird, lässt sich die Trage ganz flach zusammenlegen. All die unterschiedlichen Eigenschaften machen die Bergans-Trage leider ein klein wenig schwerer im Vergleich zu anderen Kindertragen (3,8 kg). Die Bergans Kids Trekking Kindertrage bietet sich aus meiner Sicht für alle an, die Wert auf eine hochwertige Trage legen, diese wirklich öfters verwenden und auch bereit sind etwas mehr Geld auszugeben. Die Bergans Kids Trekking Trage ist auf alle Fälle eine High-End-Kindertrage. Erhältlich ist die Kindertrage übrigens direkt bei Bergans für derzeit 320 €. Wer weniger Geld ausgeben möchte, der muss meistens Abstriche in der Bequemlichkeit oder Ausstattung machen. 

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Plant ihr mit eurem Kleinkind eine Tour in den Bergen? In diesem anderen Beitrag geht es um Tipps mit Kleinkind in den Bergen.